Hat das Universum ein Bewusstsein?
Mit Naturwissenschaft auf Glaubensspuren. Geht das?
In diesem spannenden Buch werden Naturwissenschaftliche Erkenntnisse aus Physik, Medizin, Neurowissenschaften und Biologie herangezogen, um den "Ahnungen" der Menschen auf die Spur zu kommen.
Vor kurzem kam in unserem Umfeld die dazu passende Frage auf: kann ein Physiker an Gott glauben.
Meine Antwort dazu war: Ja.
Viele Mathematiker und Physiker haben geglaubt und auch Einstein kam zu dem Schluss: Gott würfelt nicht.
Die Menschheit war schon immer angehalten sich kein Bild von Gott zu machen. Dass sie es doch getan hat, führte dazu, dass einige vom Glauben abgekommen sind (auf einmal saß auf der Wolke doch kein Mann mit Bart).
Gott muss man sich meines Erachtens anders denken als bisher und ich denke, dass gerade die Naturwissenschaft im Moment dabei ist uns wieder zu Gott zu führen.
Zwei Anekdoten vorab:
Die erste kennen Sie sicher:
Es waren einmal fünf weise Gelehrte. Sie alle waren blind. Diese Gelehrten wurden von ihrem König auf eine Reise geschickt und sollten herausfinden, was ein Elefant ist. Und so machten sich die Blinden auf die Reise nach Indien. Dort wurden sie von Helfern zu einem Elefanten geführt. Die fünf Gelehrten standen nun um das Tier herum und versuchten, sich durch Ertasten ein Bild von dem Elefanten zu machen.
Als sie zurück zu ihrem König kamen, sollten sie ihm nun über den Elefanten berichten. Der erste Weise hatte am Kopf des Tieres gestanden und den Rüssel des Elefanten betastet. Er sprach: "Ein Elefant ist wie ein langer Arm." Der zweite Gelehrte hatte das Ohr des Elefanten ertastet und sprach: "Nein, ein Elefant ist vielmehr wie ein großer Fächer.
"Der dritte Gelehrte sprach: "Aber nein, ein Elefant ist wie eine dicke Säule." Er hatte ein Bein des Elefanten berührt.
Der vierte Weise sagte: "Also ich finde, ein Elefant ist wie eine kleine Strippe mit ein paar Haaren am Ende", denn er hatte nur den Schwanz des Elefanten ertastet. Und der fünfte Weise berichtete seinem König: " Also ich sage, ein Elefant ist wie eine riesige Masse, mit Rundungen und ein paar Borsten darauf.“ Dieser Gelehrte hatte den Rumpf des Tieres berührt.
Nach diesen widersprüchlichen Äußerungen fürchteten die Gelehrten den Zorn des Königs, konnten sie sich doch nicht darauf einigen, was ein Elefant wirklich ist. Doch der König lächelte weise: "Ich danke Euch, denn ich weiß nun, was ein Elefant ist: Ein Elefant ist ein Tier mit einem Rüssel, der wie ein langer Arm ist, mit Ohren, die wie Fächer sind, mit Beinen, die wie starke Säulen sind, mit einem Schwanz, der einer kleinen Strippe mit ein paar Haaren daran gleicht und mit einem Rumpf, der wie eine große Masse mit Rundungen und ein paar Borsten ist.
Die Gelehrten senkten beschämt ihre Köpfe, nachdem sie erkannten, dass jeder von ihnen nur einen Teil des Elefanten ertastet hatte und sie sich zu schnell damit zufriedengegeben hatten.
Das zeigt uns, wie wichtig es sein kann, Wissensbausteine zusammenzusetzen.
Ein Beispiel dafür, dass man mehr wissen kann, als es zunächst scheint, stellt folgendes Logikrätsel dar, das zunächst vielleicht unlösbar wirken kann:
Ein Staubsaugervertreter klingelt an einer Tür. Die Frau, die dort wohnt, verspricht, ihm einen Staubsauger abzukaufen, wenn er ihr sagen kann, wie alt ihre Töchter sind.
»Wenn man die drei Alter miteinander multipliziert, also x-mal y mal z, ergibt das 36. Die drei Alter addiert ergibt die Hausnummer.
Der Staubsaugervertreter weiß die Hausnummer und sagt: „Das reicht noch nicht aus.“
Darauf antwortet die Hausfrau: „Meine älteste Tochter spielt Klavier.“
Wie alt sind die drei Töchter?
Wie kommt man nun auf die Lösung? Der Knackpunkt liegt tatsächlich in der Hausnummer, die dem Vertreter bekannt ist und die noch nicht ausreicht.
Am Anfang ist man vielleicht verwundert, weil man selbst die Hausnummer nicht kennt und nicht versteht, was die Aussage bringen soll. Notieren wir erst einmal alle Möglichkeiten, bei denen drei Zahlen miteinander multipliziert 36 ergeben.
1/1/36, 1/2/18, 1/3/12, 1/4/9, 1/6/6, 2/2/9, 2/3/6, 3/3/4
Dass er sie kennt, sie ihm nicht ausreicht, bedeutet, dass es (mindestens) zwei Kombinationen geben muss, bei denen drei Zahlen miteinander multipliziert 36 ergeben und addiert die gleiche Zahl. Wenn man es weiß, ist es einfach.
Wenn wir nun alle Kombination addieren, erhalten wir
1,1,36 -> 38
1, 2, 18 -> 21
1, 3, 12 -> 16
1, 4, 9 -> 14
1, 6, 6 -> 13
2, 2, 9 -> auch 13
Hier können wir eigentlich aufhören.
Die Hausnummer ist also 13. Dass die älteste Klavier spielt, bedeutet einfach, dass es eine Älteste gibt.
Die Töchter sind also 2, 2, und 9 Jahre alt.
An dem Rätsel ist faszinierend, dass es uns zeigt, dass es möglich ist, mit sehr wenig Informationen auszukommen. Im ersten Moment scheint es vielleicht nicht lösbar, aber man kann aufgrund von Aussagen berechtigte logische Schlüsse ziehen und die gesuchte Antwort finden.
Dass er die Hausnummer kennt, diese für die richtige Antwort aber noch nicht ausreicht, hat uns etwas gesagt.
Wäre die Hausnummer 10, so wären die Kinder 3, 3 und 4 Jahre. Dann hätte er die richtige Antwort sofort sagen können. Ebenso bei 11 oder 16. Nur bei der Hausnummer 13 gibt es zwei Möglichkeiten, dass eine Kombination von Zahlen miteinander multipliziert 36 ergibt und addiert eben die gleiche Zahl. Somit kann er die richtige Lösung noch nicht sagen. Er bittet um weitere Information. Dann kann er sich zwischen den zwei verbliebenen Kombinationen leicht entscheiden.
Wir wissen also mehr, als wir zunächst dachten, wenn wir aus den Informationen etwas machen, sie miteinander betrachten, Schlüsse ziehen, ihnen Bedeutung beimessen.
Was könnten wir alles eigentlich wissen, wenn wir das immer tun würden?
Ich habe in meinem Buch: Hat das Universum ein Bewusstsein - Mit Naturwissenschaft zum Glauben genau das versucht.
Ich habe versucht Bausteine der Psychologie, Bewusstseinsforschung, Physik zusammenzusetzen und Wissen abzuleiten (Gibt es Gott? Was ist die Antwort auf die Theodizeefrage usw.)
Ein paar Gedanken dazu.
- Die Menschheit hat immer schon und auch in den entferntesten Winkeln Ideen von etwas Höherem oder auch spirituelle Erfahrungen. Jetzt könnte man das natürlich als Einbildung abtun, aber andererseits ist der menschliche Körper ein Instrument, das sich über viele Jahrtausende entwickelt hat. Warum vertrauen wir unseren Geräten mehr, als uns selbst?
- Leben wird aus Leben gebildet und bildet Leben. Wir bestehen aus Zellen, die definitiv miteinander Informationen austauschen, reagieren können und einen Lebenszyklus und Aufgaben haben. Entgegen mancher Biologen bin ich überzeugt, dass man sie als bewusstseins-fähig bezeichnen kann, vielleicht sogar muss.
Diese bilden gemeinsam die nächst höhere Einheit - uns. Jetzt ist die Frage, geht das noch einmal (oder mehrfach) weiter?
Also bilden wir gemeinsam etwas übergeordnetes mit Bewusstsein- ich denke ja, das ist möglich, wenn nicht sogar wahrscheinlich oder natürlich.
Mehrere Konzepte der Physik halten das für möglich oder auch wahrscheinlich.
Das Wabenuniversum zeigt uns auf jeden Fall, dass alles wieder etwas neues ergibt, das zumindest Ähnlichkeit mit einer Zellstruktur aufweist. Nun ist die Frage würden wir lieber etwas Belebtes oder Unbelebtes ergeben? Mir wäre das Belebte lieber und vielleicht sind wir sogar der Beweis dafür. Ein Staubsauger besteht nicht aus lebendigen Teilen d.h. die lebendigen Teile (wir) könnten auf ein belebtes Übergeordnetes hindeuten (und somit wären wir bei Gott).
Sollte das stimmen, können wir die Theodizee-Frage beantworten.
Es wäre dann ein ähnliches Verhältnis wie von unserem Gehirn zu unseren Zellen. Für unsere Zellen ist das Gehirn mächtig und ewig. Das Gehirn bekommt Informationen von überall und leitet darauf Prozesse ein. Das Gehirn hat seine Aufgaben und leistet Tag und Nacht. Dennoch kann es Verletzungen oder Krankheiten nicht verhindern. Auch die Zellen haben ihre Aufgaben und müssen sie erfüllen, damit alles so gut es geht passt.
So sehe ich auch den Menschen und Gott. Gott wirkt und macht und tut, aber ohne uns geht es nicht. Wir müssen auch.
Und dazu ist es gut, wenn möglichst viele am richtigen Platz sind und sich wertvoll fühlen.
Im Moment trifft das nur für 14% zu, die sich beruflich richtig fühlen.
Deswegen ist mein Steckenpferd u.a. die Berufsberatung.
So viel zu meiner These zum Weiterphilosophieren :-)
Das Buch im Handel gibt es hier
Anbei eine Leseprobe zu diesem aufregenden Buch, das zum Weiterdenken inspiriert:

